Ist jetzt alles futsch?

Wow. Was für eine Nacht liegt da hinter mir.

Mein Bild war ja fertig… irgendwie und irgendwie auch nicht. Als ich davor saß, hat mich was gestört.

Es war schön. Ja. Aber irgendwie verklemmt.

Diese Freiheit, den Flow der Bewegung, die Verbundenheit mit den Elementen… das, was ich erzählen wollte, habe ich nicht so richtig gesehen.

Also doch nochmal auf die Staffelei mit dem Bild.

Ich wollte ein paar kleine Korrekturen machen. Und dann: Hatte ich beim ersten Pinselstrich zu viel Dynamik.

Es passte nicht! Verpatzt… könnte man sagen.

Aber dann habe ich einfach drauf los gemalt. Mit Schwung!

Denn den wollte ich ins Bild bringen. Ich merkte dabei: Ja, das ist es.

Immer mehr Flächen (an denen ich teilweise akribisch gefeilt habe) verschwanden wieder.

In so einem Moment kam mein Freund dazu. Er war irritiert:

“Warum übermalst du das schöne Bild? Mach doch lieber ein ganz Neues.“

Er stellte fest:

Du bist seltsam.

Ja … mag sein. Aber: Wenn mich etwas stört. Muss ich es ändern.

Die Entstehung eines Kunstwerkes ist ein Prozess. Da gehören viele Schritte dazu.

Jeder Schritt hinterlässt eine Spur.

Das Bild hat durch jeden einzelnen Pinselstrich eine interessante Textur bekommen.

Es erzählt eine Geschichte. Ist einzigartig.

Das ist wie im Leben.

Wir können immer nur einen Schritt nach dem anderen tun.

Den Riesenhopser zum Ziel? Den gibt es nicht!

Auf den (vermeintlichen) Umwegen gibt es jedoch viel zu entdecken. Das verändert unsere Sichtweise. Im Nachhinein stellen wir dann fast: Das hätten wir nie vorher wissen oder gar planen können.

Das macht uns zu den Menschen, die wir sind. Stimmt’s?

Das heißt nicht, dass das immer einfach ist.

Das ist es eben nicht. Manchmal ist es richtig antrengend. Richtig besch… . Richtig hart.

Und gestern musste ich mich ganz schön überwinden, denn: Ich habe etwas zerstört, das intakt war. An dem ich lange gearbeitet habe.

Ob mir das Neue gelingt? Wusste ich nicht.

Also mal kalt duschen und über den eigenen Schatten springen.

Zwischendrin habe ich mich richtig geärgert!

Nämlich als das Chaos auf dem Bild ausgebrochen war. Nachdem der anfängliche Flow vorbei war. Als offensichtlich wurde, dass das jetzt ein anderes Bild wird.

Doch dann legte sich der Sturm. Die Freude kehrte zurück und nach und nach segelte ich entspannt in den Hafen.

Warum erzähle ich das?

Kunst ist Leben und Leben ist Kunst.

Bei allem was ich tue, lerne ich was dazu. Besonders beim malen, entdecke ich mich nochmal neu. Enttarne Gewohnheiten und Denkmuster die mir im Wege stehen und über die ich immer wieder stolpere. Das Gute daran: Gefahr erkannt. Gefahr gebannt.

Und das wünsche ich mir auch für dich.

Also: Wenn dir etwas nicht gefällt, dann ändere es. Manchmal müssen wir dazu über unseren Schatten springen.

Dann wird es zwar erstmal unbequem, aber dann eröffnen sich völlig neue Blickpunkte.

Wer mutig ist, wird belohnt.

Ist das Bild jetzt fertig?

Keine Ahnung. Mit solchen Aussagen halte ich mich zukünftig zurück. Heute sage ich: Ja. Es könnte fertig sein. Vielleicht sehe ich das aber in ein paar Tagen anders.

Vielleicht sollte ich mir mit der innerlichen Vorgabe: Ich muss das Bild “fertig” malen, weniger Stress machen. Ich versuche es mal 🙂

Liebe Grüße aus dem Atelier.

Die Inspiration zum Bild:

Ich bin Franka von Fiara design. Ich finde: Dein Leben ist ein Kunstwerk.

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Meine Angebote für dich:

Kunst: frei, weiblich, sinnlich

GehJunGa: Ein faszinierendes Verjüngungskonzept.

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Seitdem begleitet mich der Spruch und er hat mir oft geholfen. Nämlich dann: Wenn ich das Gefühl hatte: Ich stecke fest. Komm nicht voran. Wenn mir alles zu lange dauerte. Und letzten Monat ist etwas passiert, was ich mir so lange gewünscht habe.

Feuerwehrmann

Er ist ein völlig anderer Mensch geworden. Jemand mit Verstand und Tiefe. Eine Persönlichkeit. Jemand, mit dem ich mich gerne unterhalte. Wie war das möglich?

Es war nicht alles schön…

Oh man. Was habe ich alles erlebt! Standing Ovations und totale Reinfälle. Alles war dabei. Ja… es gab auch furchbare Auftritte! Das sind Shows, die nur “Arbeit“ sind. Keine Magie und kein knistern in der Luft. Eher ein: Augen zu und durch.

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